Ärzte Zeitung online, 23.02.2017

Abrechnung

EBM-Ziffern für Videosprechstunde stehen

BERLIN. Das E-Health-Gesetz scheint auch die Prozesse im Bewertungsausschuss zu beschleunigen: KBV und GKV-Spitzenverband haben sich jetzt auf die Vergütung der Videosprechstunde geeinigt. Dabei sollen die neuen Ziffern bereits ab April – und nicht wie vom E-Health-Gesetz gefordert erst ab Juli 2017 – gelten, wie die KBV berichtet. Im Vergleich zu ursprünglichen Plänen, über die die "Ärzte Zeitung" berichtet hatte, hat sich die Systematik der Abrechnung nochmals stark geändert.

Die Praxen sollen für die neue Leistung laut KBV bis zu 800 Euro jährlich pro Arzt erhalten. Damit sollen vor allem die Technikkosten gedeckt werden. KBV und GKV-Spitzenverband haben sich auf zwei Ziffern geeinigt:

- den Technikzuschlag nach GOP 01450 (40 Punkte bzw. 4,21 Euro) und

- eine analoge Regelung zum telefonischen Arzt-Patienten-Kontakt (GOP 01439, bewertet mit 88 Punkten bzw. 9,27 Euro) für Fälle, in denen der Patient die Praxis nicht persönlich aufsucht. Denn prinzipiell ist die Videokonsultation bereits mit der Versicherten- beziehungsweise Grundpauschale abgegolten. (reh)

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